América


Eine musikalische Reise mit mit viel Latin Touch. Tango, Samba, Venezolanische Walzer und pulsierende Jazzstücke - die Grooves Amerikas.

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Programm

"Argentina"
Martin Schwarz: Evocación
Tomás Gubitsch: Te accordas de mi?*
Tomás Gubitsch: La Otra Calesita*

"Estados Unidos"
Chick Corea: The Hilltop*
Pat Metheny: Letter from Home**
Chick Corea: Addendum**
Joe Zawinul: Birdland*

--- Pause ----

"Argentina"
Astor Piazzolla:  Fuga y Misterio*
Alberto Ginastera: Danza de la Moza Donosa*
Astor Piazzolla: Escualo***

"Venezuela"
Jorge Cardoso: Vals Venezolano*
Frederik Chopin: Valso op.64 no.2*

"Europa/Brasil"
Frederik Chopin /Antonio Carlos Jobim: Prélude op.28. no.4 / How Insensitive*
Lee Harper: Sad Samba*

"Brasil"
Hermeto Pascoal: Bebé**
Egberto Gismonti: Fala de Paixao**
Hermeto Pascoal: Sao Jorge**


Arrangements: *Martin Schwarz / ** Petr Saidl / *** Martin Wesely



"América" Programmtext

Guitar4mation goes Transatlantik. Mit viel Tango, Samba, aber auch jazzigen Grooves geht es vor allem um die Musik  Lateinamerikas; aber auch Bezüge zu ihren europäischen Wurzeln werden aufgezeigt. Guitar4mation beginnt mit dem sehr modernen Tango Nuevo des virtuosen Gitarristen und Komponisten Tomás Gubitsch; es folgt ein Abstecher in die USA zu den großen Jazzern Chick Corea, Pat Metheny und Joe Zawinul.
Nach der Pause geht es wieder nach Argentinien. Guitar4mation zeigt Astor Piazzolla als Meister klassischer Form (Fuga y Misterio), spielt eine sehnsuchtsvolle Zamba von Alberto Ginastera und läßt die Haifischflossen im Mar del Plata peitschen (Escualo). Die Brücke von Chopin zum venezolanischen Walzer schlägt Guitar4mation mit einer sehr ausgefallenen Lesart des berühmten Walzers op.64.no.2, und am Ende: Brasilien mit seinen perkussiven Rhythmen und virtuosen Melodien.
 
"Argentina"
Martin Schwarz: Evocación / Tomás Gubitsch: Te accordás de mi? / La Otra Calesita
"Te accordas de mi?" stammt aus der Feder des einer slowakisch- jüdischen Familie entstammenden, in Argentinien geborenen Komponisten und Gitarristen Tomás Gubitsch, den ein Kritiker als einen „musikalischen Schmelztiegel“ bezeichnete.
Er wird als 19jähriger Rockgitarrist von Astor Piazzolla eingeladen, ihn auf einer Europatournee zu begleiten und bleibt als politischer Emigrant in Paris. Dort lebt und arbeitet er als Komponist, Dirigent und Gitarrist. Nach vielen Jahren Absenz kehrt Tomás Gubitsch im Jahr 2006 wieder zu seinem Instrument, der Gitarre, zurück. Diese Wiederentdeckung geht einher mit einer Rückbesinnung auf seine Heimat Argentinien und den Tango. „Erinnerst Du Dich an mich? – Te accordas de mi?“ Dieser Titel kann unterschiedlich verstanden werden: Als Reminiszenz an eine vergangene Zeit und ihre Klänge oder als fordernde Frage, die das eigene Instrument dem Musiker stellt. Guitar4mation hat dem Tango noch eine „Evocación“ ("Anrufung") gegeben, die jeden Musiker als Solisten vorstellt, bevor der rockige Tango anhebt. Saidl, Schwarz, Nagy & Wesely spielen sich in dieser Reihenfolge den musikalischen Ball zu. Im letzten Teil des Tangos wird Martin Wesely dann auf ein wildes Solo losgelassen.
"La otra Calesita" - das andere Karussell - ist im Original ein wilder Ritt, geprägt vom Klang einer vom Wah-Wah Pedal hochgepeitschen E-Gitarre. Guitar4mation macht daraus ein virtuoses Quartettstück, bei dem es vor allem heißt: Bitte festhalten, wenn sich das Karussell am Ende immer schneller dreht.
 
"Estados Unidos"
Chick Corea: The Hilltop / Pat Metheny: Letter from Home / Chick Corea: Addendum / Joe Zawinul: Birdland
Kammermusikalisches hört man von Jazzmusikern selten, hier ein paar rare Exempel für 4 Gitarren adaptiert: Als kleines Set spielt Guitar4mation zunächst das pulsierende, improvisatorisch anmutende „The Hilltop“, das Chick Corea im Duett mit dem Bassisten Stanley Clarke auf „My Spanish Heart“ mit teilweise präpariertem Klavier einspielte. Direkt darauf folgt „Letter from Home“, eine Miniatur des Jazzgitarristen Pat Metheny ; mit dem komplexeren „Addendum“, im Original ein Klaviertrio vom Album „Children’s Songs“, kehren wir wieder zu Chick Corea zurück. 
Joe Zawinul ist nach wie vor der erfolgreichste Jazzexport, den Österreich jemals in die USA geschickt hat. Mit seiner Band "Weather Report" schlug er die Brücke zwischen Rock und Jazz und machte damit Weltkarriere. Sein vielleicht berühmtestes Stück "Birdland" ist eine Hommage an den gleichnamigen New Yorker Jazzklub, der seinen Namen wiederum Charlie Parker verdankt - Spitzname "Bird". Mit pulsierenden Ostinatorhythmen baut sich eine immer größere musikalische Spannung auf, die dann befreit im berühmten Refrain endet: "Total swing, bop was king, there, down in Birdland....", wie es in der schönen Version von Manhatten Transfer heißt.
 
--- Pause---
 
"Argentina"
Astor Piazzolla: Fuga y Misterio / Alberto Ginastera: Danza de la Moza Donosa / Astor Piazzolla: Escualo
Als Astor Piazzolla nach Europa kam, um die klassische Musiktradition kennenzulernen und ein "ernster" Komponist zu werden, hat zum Glück die weise Lehrerin Nadia Boulanger eingegriffen, die Piazzolla auf seine Stärken als Tangomusiker aufmerksam machte und ihm riet, diesen Wurzeln treu zu bleiben. Dass Piazzolla dennoch immer wieder kunstvoll in die Trickkiste europäischer Traditionen griff, zeigt Guitar4matiom mit der virtuosen "Fuga", die von einem sinnlichen "Misterioso" beendet wird. "Danza de la Moza Donosa" stammt aus der Feder des Argentiniers Alberto Ginastera, der in seiner Musik die Musk seiner Heimat gekonnt mit der Musiksprache des 20.Jahrhunderts verband. Im Original ist diese Zamba ein Klavierstück, und Guitar4mation hat sich in die melancholische Melodie von Anfang an verliebt. Dann folgt "Escualo", in dem Astor Piazzolla das Peitschen der Haifischflossen auf dem Mar de Plata vor der Küste Uruguays musikalisch verewigt hat. Piazzolla war nicht nur ein begnadeter Bandoneonist, sondern auch ein begeisterter Hochseeangler.
 
"Venezuela"
Frederik Chopin: Vals op.64 no.2 / Jorge Cardoso: Vals Venezolano
Wie sehr die lateinamerikanische Musik von europäischen Einflüssen geprägt ist, zeigt sich in Venezuela am schönsten: Der Nationaltanz dort ist der Walzer, der nur noch sehr entfernt an Johann Strauss erinnert. Wie Chopin in Caracas klingen könnte, zeigt Guitar4mation mit einem Arrangement des berühmten Walzers op.64 no.2. Die perlenden Melodiekaskaden werden mit "walking bass" und wilden Schlagrhythmen verfremdet - mit einem kleinen Abstecher zum Heurigen nach Wien.
Jorge Cardosos "Vals Venezolano" ist ein ganz originaler südamerikanischer Tanz, den manche Gitarristen als Solostück kennen - hier in einer Version für 4 Gitarren.
 
"Europa/ Brasil"
Fredrik Chopin - Antonio Carlos Jobim: Prélude op.28 no.4 - How Insensitive / Lee Harper: Sad Samba
Beim Bearbeiten von Chopins Prélude op.24 no.6 tauchten plötzlich sanfte Latin Jazz - Klänge im Ohr des Arrangeurs auf: Der Brasilianer Antonio Carlos Jobim hat nicht nur viele schöne Jazzstandards geschrieben, sondern – in diesem Fall – auch von Chopin abgeschrieben, den er - selbst Pianist, scheinbar gut studiert hat, wie Guitar4mation beweisen wird. So erklingt zuerst Chopins Prélude, geht nahtlos in einen Bossa Nova über, und am Ende spielt Guitar4mation beide Versionen gleichzeitig....
Ein Amerikaner, der in Österreich lebt und einen sehr brasilianischen Jazz-Samba schreibt, passt natürlich gut in dieses Programm. Lee Harper ist einer der führenden Jazztrompeter seiner Generation und hat eine große Anzahl schöner Eigenkompositionen verfasst. Guitar4mation schlägt mit diesem Stück die Brücke zu den "richtigen" Brasilianern, mit denen das Programm endet.
 
"Brasil"
Hermeto Pascoal: Bebé / Egberto Gismonti: Fala da Paixao / Hermeto Pascoal: Sao Jorge
Die Gitarre spielt in der Musik Brasiliens eine zentrale Rolle als Begleit- und Soloinstrument. Einige der besten Musiker des Landes waren und sind Gitarristen, wie Heitor Villa-Lobos, Baden Powell oder Laurindo Almeida. Der Pianist und Gitarrist Egberto Gismonti ist einer der wichtigsten Jazzmusiker Lateinamerikas. Er wird hier mit einer ruhigen Ballade - "Fala de Paixao" - vorgestellt, die er 2008 auf dem Tonträger „Alma“ einspielte  (Zufall? Im selben Jahr war Guitar4mation für „Sonada del Alma“ im Studio). 
Der Multiinstrumentalist Hermeto Pascoal wird in seinem Heimatland  "O Bruxo" - der Zauberer - genannt; das erklärt sich aus seiner Fähigkeit, mit allem, was ihn umgibt (Teelöffel, Kinderspielzeug, lebende Tiere) Musik zu machen. Miles Davis nannte ihn "the most impressive musician in the world". Guitar4mation spielt  "Bebé" mit ostinaten Motiven und „Sao Jorge“, eine musikalische Hommage an den heiligen Georg, deren ruhiger Teil schnell ins Ohr geht, wie es sich für ein Kirchenlied gehört, um dann in rasanten Sechzehntelläufen das Letzte aus den Händen herauszukitzeln.

 

 
 
 

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